Trainz Classics

Trainz Classics (in UK: Trainz Railways) ist die derzeit aktuellste Version der Trainz-Plattform und wurde als Trainz-Version 2.7 nummeriert. Genauer müsste es jedoch Trainz Classics 1+2 heißen. Schließlich soll jedes Trainz Classics eine Strecke nebst Rollmaterial beinhalten. Beim hier besprochenen Paket werden zwei Strecken mitgeliefert, die später besprochen werden.

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Installation:

Trainz Classics wird klassisch von der DVD mittels Setup Routine installiert. Hierbei ist ohne Bedeutung, ob andere Trainz Versionen bereits installiert sind. Sie können parallel betrieben werden.
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Handbuch:

Trainz Classics wird bisher nur in englischer Sprache verkauft. Dementsprechend ist auch das ca. 80 Seiten starke Handbuch komplett in englisch. Von der Installation über die Einstellungen bis hin zu Content Manager Plus und iPortal-Regel werden alle wichtigen Punkte kurz und bündig erklärt. Weiterführende Handbücher und Erläuterungen sind im Installationsverzeichnis unter "Docs" abrufbar. Zum Lieferumfang gehört eine separate Tastenbefehlsübersicht, die alle wichtigen Tastenbefehle dokumentiert. Zu den Strecken und enthaltenen Fahrzeugen findet man im Handbuch jedoch keine Infos.
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Programm:

Auran hat für Trainz Classics die Bedienoberflächen optisch neu gestaltet, an den einzelnen Funktionen aber keine weiteren Neuigkeiten eingeführt. So findet der Spielenutzer die einzelnen Programmteile an gewohnter Stelle und mit gleicher Bedienbarkeit. Hierbei bedeutet "Surveyor" der Eingang zum Streckeneditor und unter "Driver" kann der Spieler selbst Hand an Fahrschalter und Bremshebel anlegen. Im "Railyard" lassen sich Loks und Wagen in einer 3D-Vorschau betrachten. Weitere Objekte lassen sich mit Hilfe des Content Manager Plus installieren, welcher nun im Startbildschirm unter den "Advanced Utilities" zu erreichen ist.Alle Programmteile funktionieren weitestgehend einwandfrei, bieten aber dem eingefleischten Trainzer kaum sichtbare Neuigkeiten. Diese Neuigkeiten verbergen sich eher unter der Motorhaube. Dort bieten sie aber durchaus Interessantes: Für die Liebhaber und Ersteller von amerikanischen Material wurden neue Signal- und Zugsicherungsskripte eingeführt. Diese werden bei mitgelieferten "Harlem Line" auch genutzt. Des Weiteren sind nun dimmbare und blinkende (wichtig für USA) Frontlampen möglich. Bei den Aufgaben wurde eine weitere Regel eingeführt, um dem Lokführer mehr Informationen über seine Tätigkeit zu geben. Recht interessant erscheint auch die neue geschaffene Möglichkeit, in einer Aufgabe Videos abzuspielen. Weitere Neuheiten sind: Nach dem Be-/Entladen an einer Industrie steht der Richtungsschalter wieder in der Richtung, in der er vor dem Lade-/Entladevorgang stand. Die Programmierung von geschwindigkeitsabhängigen Sounds z.B. für elektrische Loks und Triebwagen ist wesentlich vereinfacht worden und in Trainz Classics können nun richtige Kombihebel programmiert werden. Weitere kleinere Neuerungen bleiben hier ungenannt, da sie im Spezialfall vor allem für die Objektersteller interessant sind.Gegenüber Trainz 2004 und PTP / Trainz 2006 wurde die Grafikengine zugunsten einer besseren Leistung optimiert, ohne dass qualitative Einbußen zu verzeichnen sind. Gegenüber Trainz 2007 wird keine Leistungssteigerung erreicht, da dort die verbesserte Grafikengine bereits verwendet wird. Man hat sich jedoch einen Fehler geleistet, der bei bestimmten (relativ seltenen) Objekten dafür sorgt, dass z.B. Drehgestelle oder Türen nicht dargestellt werden. Eine Behebung des Fehlers wurde trotz Protesten erst für Trainz Classics 3 in Aussicht gestellt.Beim Sound hat Auran gegenüber den vorhergehenden Trainzversionen zwar Verbesserungen vorgenommen, dabei aber ľ leider ľ auch nicht versäumt, andere Bugs einzubauen. So wurde die Soundstabilität erhöht, eine neue Möglichkeit der Motorsoundprogrammierung geschaffen, aber dabei ein Fehler eingebaut, der dafür sorgt, dass mancher gescripteter Sound trotz korrekter Programmierung über mehrere Kilometer hinweg zu hören ist.
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Strecken:

Die Harlem Line führt im Original von New York bis nach Brewster und wird von der Metro-North betrieben. In Trainz Classics wurde der Abschnitt von Bronxville nach Brewster im Zeitraum 1980-2000 nachgestellt. Dies entspricht etwa 43 Meilen bzw. 70 km. Entlang der Strecke sind mehr als 20 Stationen und einige Industrien anzufahren. Die Gestaltung der Bahnhöfe und der verlegten Gleise sieht gut aus. Der Spirit des Nordostens des Landes kommt durchaus rüber. Die Performance ist als sehr gut einzustufen. Störend wirkt sich jedoch die Leblosigkeit der Strecke aus. So sind fast überall braunfarbene Bodentexturen anzutreffen, welche in Verbindung mit dem eher braunfarbenen Gewässer vermuten lassen, dass hier zwei Jahre Regenmangel und daraus resultierend Dürre herrschten. Von einem grünen und bewaldeten Landstrich ist auf der Strecke jedenfalls nichts zu sehen. Darüber kann nicht hinwegtrösten, dass an der Strecke eine Stromschiene nachgebildet wurde, was uns zu den Fahrzeugen führt.Der Verkehr auf der Strecke wird sowohl mit Diesel- als auch mit Elektrofahrzeugen realisiert. Die Diesel betriebenen Züge bestehen aus Loks des Typ SPV2000 oder FL9 in den Lackierungen der Metro-North, New Haven und New York Central und zugehörigen Wagen des Typs Shoreliner 1 bzw. 3 jeweils als einfacher Wagen und als Steuerwagen. Dieseltriebzüge werden aus Pullman ACMU Einheiten gebildet. Die als eine Art S-Bahn fungierenden Elektrotriebzüge bestehen aus Bombardier M7A und M7B Wagen in Metro-North Lackierung. Weiteres Rollmaterial, zum Teil in Lackierung der ansässigen Eisenbahngesellschaften, wird mitgeliefert.Die Qualität der Fahrzeuge ist insgesamt als sehr gut einzuschätzen. Sie sehen alle sehr gut aus, haben gute Fahrgeräusche und prima Führerstände. Lediglich die Drehgestelle sehen teilweise etwas minderwertig und nicht zum Rest des Fahrzeuges passend aus.Zur Strecke werden lediglich vier Passagieraufgaben zur Verfügung gestellt. Diese Aufgaben haben jedoch lediglich des Prädikat "bessere Erkundungsfahrt" verdient. Zwar begegnet der Spieler manchem Gegenverkehr, hat aber keinen Fahrplan vorgegeben, was bei Passagierzügen zwingend wäre. Güterverkehrsaufgaben fehlen völlig.
Die zweite Strecke heißt Metropolis ľ Modula City. Modula City ist eine fiktive, moderne Stadt mit einem umfangreichen Straßenbahnnetz.Zuerst fällt auf, dass Modula City sehr dicht bebaut ist, aber trotzdem sehr flüssig zu spielen ist. Hier hat der Ersteller ganze Arbeit geleistet. Die Strecke wartet mit einer ganzen Reihe an optischen Effekten auf, die das Spiel auf eine hohe optische Ebene stellt. So wurden bei Nacht zahlreiche ansprechende Lichteffekte integriert. Tagsüber sieht man Insekten fliegen und Delphine im Wasser schwimmen. Für die Straßen wurden Ampeln mit gleichzeitiger Steuerung des Straßenbahnverkehrs programmiert, was zumeist auch sehr gut funktioniert. Ein kleines Highlight ist der Ausflug nach Boga Island. Mit fast 120 km/h geht es übers Meer bis zu einer tropisch anmutenden Insel mit Schienen direkt am Ufer und durch tropischen Wald. Die Rundfahrt über diese Insel geht jedes Mal schneller zu Ende als sich der Spieler wünschen kann. An der ganzen Strecke wirkt manche Geschwindigkeitsbegrenzung etwas überhöht. An einigen Stellen fragt man sich schon, wie eine Straßenbahn bei dieser Geschwindigkeit in der Realität ohne Entgleisen um die Kurve kommen soll.Gefahren wird in Modula City mit den Straßenbahnen des Typs NF10 und GT6. Beide Straßenbahnen sehen gut aus, haben jedoch den einschränkenden Nachteil, dass die Drehgestelle nicht animiert sind. Auch wenn man schon ganz genau hinsehen muss, damit dies auffällt, kann es nicht verschwiegen werden. Außerdem hat der GT6 im Gegensatz zum NF10 keinen Führerstand, so dass man dieses Fahrzeug nur im DCC-Modus (Trafomodus) von außen bedienen kann. Wie bei allen Fahrzeugen in Trainz Classics ist die Passagierfunktion eingebaut, so dass das Ein- und Aussteigen im Spiel vorbildnah nachgestellt wird. Zur Strecke gehört auch ein Display, welches die nächste Haltestelle anzeigt.Dies führt zur Betrachtung der Aufgaben. Dies ist leider ein sehr trauriger Punkt in dieser Besprechung, denn nur eine einzige Aufgabe wurde mitgeliefert. In dieser Aufgabe fahren vier Computer gesteuerte Fahrer ihre unabhängig voneinander liegenden Runden. Um seiner Betrachterrolle zu entkommen, kann der Spieler somit nur anfangs einen der KI-Fahrer aus den Führerstand bitten, um die Fahrt selbst zu übernehmen. Zudem ist wiederum kein Fahrplan hinterlegt, so dass es sich auch hier eher um Erkundungsfahrten handelt.
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Empfohlene Systemvoraussetzungen:

(lt. Herstellerangaben)Windows
Vista/XP/2000/ME/981 Gb ArbeitsspeicherPentium4, 2 Ghz oder vergleichbar256 MB 3D-Grafikkarte (Nvidia GeForce oder vergleichbar)2 Gb Festplattenspeicherplatz
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Autor :
Partyman79
Hersteller :
Trainz Classics - Auran
Datum :
12.07.2007
Tags :
msts ,msts Add On ,Trainz Classics - Auran ,Trainz Classics ,

Kommentare

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  1. 1
    baloo baloo
    13.07.2007

    Also gibt es trs2006 alias ptp und trs2007 und trainz classic? und sind alle miteinander nicht kompatibel oder doch oder nur zum teil??
    schön langsam wirds undurchsichtig für nicht "Profis" ;))

  2. 2
    MrReset MrReset
    19.07.2007

    Ich blick da auch nicht mehr durch! Was ist denn nun Trainz Classic wieder? TRS 2004? Oder TRS 2006? Oder ist es ein eigenständiges, nicht erweiterbares Spiel, wie Train Driver von Just Trains? Kann das jemand erläutern?

  3. 3
    Partyman79 Partyman79
    19.07.2007

    Kurz und knapp: Trainz Classics bietet zwei Strecken und läuft unabhängig von TRS04/06/07. Trainz Classics bietet aber - anders als der Trainz Driver - die Möglichkeit sonstigen Content zu importieren. Für den deutschen Nutzer ist aber wg. des vielen deutschen Contents derzeit TRS07 das Maß aller Dinge. Wer an den beiden Strecken interessiert ist, sollte sich Trainz Classics genauer ansehen.

  4. 4
    OldieDaddy OldieDaddy
    29.09.2007

    Hab es gerade installiert. Nein, Einlegen der DVD nicht jedesmal erforderlich. So, das wär m.E. das einzige Positive daran... Vermittelt einem keine Lust, TRS-Angebote zu vertiefen. Schade !

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